Surfen: Tag Eins – Nach Einer Längeren Pause

Der erste Tag im Surfcamp ist für mich immer ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits bin ich total euphorisch – endlich wieder surfen, auf’s Wasser, in die Wellen. Andererseits kommt auch schnell die Ernüchterung – nichts klappt wie es soll. Ich bin enttäuscht, frustriert und unzufrieden.

Warum ist das so?

…und wie kannst Du diese Enttäuschung vermeiden?

Meine Erwartungen sind zu hoch

Der erste Tag ist zur Eingewöhnung und nicht um surferische Höchstleistungen zu vollbringen. Das weiß ich ganz genau. Dennoch kann ich mich oft nicht über kleine Erfolge freuen. Ich neige dazu meine Leistungen klein zu reden. … „ja, das war ganz gut, aber nur Weißwasser und außerdem hatte ich ein Longboard…“ Besser ist…

Freu Dich über jede Welle, die Du bekommst und sei nicht enttäuscht, weil sie vielleicht zu klein ist oder Du sie nicht lang genug abreiten konntest. Versuche nicht darüber nachzudenken, um wieviel besser es beim letzten Mal war. Freu Dich auch über kleine Glücksmomente und Erfolge!

Training schleifen gelassen

Der Alltag ist streßig und so fällt das Training hin und wieder aus… shame on me. Aber das rächt sich jetzt. Nach ein paar Paddelzügen hänge ich japsend über meinem Board und muss ständig Pausen einlegen. Am nächsten Tag habe ich dann Muskelkater und kann mich kaum mehr bewegen. Um das zu vermeiden…

Trainiere regelmäßig. Dein Ziel beim Training sollte sein, dass Du im Surftrip da starten kannst, wo Du beim letzten Mal aufgehört hast. Bleib am Ball.

Minderwertiges Leihmaterial in den Surfschulen

Die Boards in den Surfschulen werden stark beansprucht. Deshalb gibt es entweder mit Wasser vollgesaugte Softboards oder sauschwere Hardboards aus Poly-Ethylen. Dann kann es sein, dass es kein Surfbrett mit Deinen bevorzugten Maßen gibt oder das eben dieses an einen anderen verliehen ist. Daher…

Reise, wenn möglich, mit eigenem Equipment. Dein eigenes Board kennst Du. Du musst Dich nicht mit den abgerockten Boards der Camps abmühen, im schlimmsten Fall mehrere durchtesten, bis Du eins findest mit dem Du gut zu Recht kommst.

Keine Hilfe

Gerade wenn ich einen Ort zum ersten Mal aufsuche und die Spots und die Wellen nicht kenne, fühle ich mich ein wenig hilflos. Wenn ich dann in einer Gruppe von acht Kursteilnehmern oder mehr bin, kann es sein, dass ich in der Masse untergehe. Teilweise vollziehen die Surfschulen auch eine Art Massenabfertigung und gehen kaum auf individuelle Bedürfnisse ein. Es sei denn…

Sprich Deinen Surfguide an. Wenn es etwas Spezielles gibt, woran Du arbeiten möchtest, sprich mit Deinem Surguide darüber. Bitte ihn darauf zu achten und Dir Feedback zu geben.

Wenn Du diese Hinweise beherzigst, sollte der erste Surftag für dich nicht zur Enttäuschung werden. Und denk dran:

surf and have fun

The best surfer out there is the one having the most fun.

Over to you: Wie verläuft Dein erster Tag nach langer Surfabstinenz?

stay stoked and hang loose

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