Indo Insights: Weihnachten auf Bali und in Indonesien

Weihnachten unter Palmen, in der Sonne, am Meer – Für Einige ein Traum, endlich dem Weihnachtstrubel entkommen und abschalten. Für Andere wiederum ist es undenkbar diesen besonderen Tage in der Wärme und fernab der Familie zu verbringen.

 

Weihnachten am Strand

Quelle: flikr, Copyright by Lain

Ich verbringe mein Weihnachtsfest dieses Jahr auf Bali, in Indonesien. Einem Land, in dem 85 Prozent der Bevölkerung muslimisch sind. Auf einer Insel, deren Bewohner einer ganz speziellen Art des Hinduismus nachgehen. Aber ob Du es glaubst oder nicht: auch in Indonesien wird Weihnachten gefeiert – mit ganz speziellen Ritualen und einzigartigen Bräuchen.

Weihnachten auf Bali

Es gibt zwar keine schneebedeckten Tannenwälder, Glühwein oder Weihnachtsmänner, dafür aber auch keine hektische Jagd nach den letzten Geschenken, kein kaltes, ungemütliches Wetter und auch kein Terminstress wegen Familienbesuchen. Entspanntes Inselleben halt.
Was dich sonst noch so zu Weihnachten auf Bali erwartet? Hier ein kleiner Einblick:

Kitsch-Deko und Plastik: Weihnachten für Touris

Trotzdem begegnen dir hier vereinzelt kitschig dekorierte Plastik Tannenbäume und Menschen mit Weihnachtsmützen. Gerade Hotels, Restaurants und Clubs in den touristischen Gebieten auf Bali, wie in Kuta oder Seminyak auf Bali fahren Dekomässig voll auf und lassen lautstark Weihnachtslieder aus den Lautsprecher dröhnen. Weihnachten wird hier für die Touristen gefeiert.

Weihnachten unter Palmen, Weihnachten auf Bali

Traditionelles Weihnachten, geprägt vom Hinduismus

Ganz anders die kleine Christliche Gemeinde der Insel. Sie dekorieren ihr Kirchen mit Bambus und Janur, kunstvoll gefertigte Balinesische Ornamente aus Stroh, auch  Penjor genannt und tragen traditioneller Kleidung, wie kebaya, sashes und kamen, in den Farben schwarz oder weiß. Dabei lässt sich ein Hinduistischer Einfluss ganz klar erkennen. Bali ist halt Bali.

Quelle: flikr, Copyright by Anton Muhajir

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Bali Traffic und Regen statt Schnee

Die Hauptverkehrsstraßen solltest du um Weihnachten und Neujahr herum unbedingt meiden. Viele Indonesier kommen zum Arbeiten nach Bali und nutzen die Feiertage, um ihre Familien in den Heimatdörfern zu besuchen. Das sorgt für verstopfte Straßen und noch mehr Verkehr als sonst schon.

Quelle: flikr, Copyright by Jean-Claude Winckler

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Da Weihnachten auch in die Rain Season fällt, ist jederzeit mit kräftigen Schauern zu rechnen. Aber das macht nichts, denn der Regen ist schön warm und meistens hält er kaum eine Stunde an. Danach gibt wundervolle Wolkenformationen und Lichtspiele. Irgendwann kommt auch wieder die Sonne zum Vorschein.

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Mein Weihnachten auf Bali

Ich werde den Heiligen Abend ganz entspannt angehen. Mit einer morgendlichen Surfsession und einem leckeren Frühstück starte ich in den Tag. Danach erledige ich die alltäglichen Besorgungen und arbeite vielleicht sogar ein wenig.
Den Sonnenuntergang lasse ich mir auch am Heiligen Abend nicht entgehen. Danach was Essen. Dieses Jahr gibt es keinen Kartoffelsalat für mich, sondern Nasi Campur oder Lalapan.
Für den Abend werde ich mir eine Flasche Wein gönnen. Den trinke ich hier normalerweise nicht, weil es mir einfach zu teuer ist. Weitere Planungen für die Abendgestaltung gibt es, bis auf ein Skype-Gespräch mit meiner Familie in Deutschland, nicht. Danach werde ich meine Freunde besuchen und schauen, was sich so ergibt. Wahrscheinlich sitzen wir zusammen und singen und spielen Lieder auf der Gitarre. Aber bloß keine Weihnachtslieder. Oder wir gehen aus. Kein Stress, kein Druck – das lasse ich mir gefallen.

Weihnachten am Strand Weihnachte auf Bali

Weitere Bräuche aus Indonesien

Aber nicht nur in Bali feiert man Weihnachten. In vielen Gegenden wird das Weihnachtsfest mit einzigartigen Bräuchen zelebriert.

In Java, in der Gegend rund um Yogyakarta, kleiden sich die Menschen in traditionellem Gewand. Mit einer Schatten Puppe, dem Wayang kulit werden Geschichten aus der Bibel erzählt.

Weihnachten in Indonesien, Weihnachten auf Java

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In Flores, Ambon und Papua dagegen wird es laut. Alle nur auffindbaren Dinge, von Bootssirenen bis hin zu Weihnachtsglocken, werden dazu verwendet Krach zu machen. Mit Bambuskanonen schießt man die ganze Nacht des Heiligen Abend Feuerwerkskörper in die Luft.

Weinachten ind Indonesien, Flores Papua

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In Sumatra wird auch am Heiligen Abend tagsüber gefeiert. Es gibt auch Geschenke, jedoch beschenkt man sich nicht gegenseitig, sondern spendet Reis, Nudeln, Konserven und Kleidung an Bedürftige. In Nordsumatra opfern die Batak im Rahmen des Marbinda-Festes einen Büffel, einen Ochsen oder ein Schwein und verspeist die Opfergabe mit der ganzen Familie.
In Sulawesi gibt es eine Parade mit Schweinen. Diese symbolisieren den Zusammenhalt der Menschen.

Weihnachten in Indonesien

Weihnachten in Indonesien ist viel mehr als nur am Strand liegen und Kokosnuss trinken. Auch hier spiegelt sich die Vielfältigkeit des Inselarchipels und ihrer Bewohner wieder. Auch wenn du dir ein Weihnachtsfest unter Palmen nicht vorstellen kannst, empfehle ich dir es einfach Mal auszuprobieren. Ich kann die hier auch nur einen kleinen Einblick geben, denn es gibt viele, individuelle Wege das Fest in Indonesien zu verbringen.
In diesem Sinne: Selamat Natal dan selamat tahun baru.

Selamat Natal

und nicht vergessen:

stay stoked and hang loose

Dann wohn ich jetzt auf Bali

Ich kann selbst kaum glauben, dass ich schon über zwei Monate hier bin und es bisher nicht geschafft habe darüber zu berichten. Es ist viel passiert, nicht alles lief wie erwartet, es gab die ein oder anderen Katastrophen und persönlichen Dramen. Aber auch viele Überraschungen, wundervolle Momente und vor allem wunderbare Menschen.

So ist es wohl im Leben: Es läuft eigentlich nie wie erwartet, aber dafür hält es Dinge bereit mit denen Du nie gerechnet hättest und die Dich unendlich bereichern.

Mittlerweile kann ich behaupten: Ich habe mich eingelebt. Am Anfang fühlte sich alles noch sehr nach Urlaub an und es ist in manchen Momenten immer noch so, aber ich begreife nun, das ist jetzt mein Leben. Du fragst Dich jetzt bestimmt, was macht man so den ganzen Tag, wenn man auf Bali lebt? Ok, ich will Dich nicht weiter auf die Folter spannen. Hier ist er:

Ein Tag aus meinem Leben auf Bali

Ich wache ganz von alleine kurz vor dem Sonnenaufgang auf, ein paar Vögel zwitschern, ich öffne die Tür und atme die frische, noch kühle Luft. Meine Sachen liegen schon bereit. Ich muss nur noch das Surfbrett auf den Roller schnallen, kurz Swell und Tide checken und zum Strand fahren.

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Das Wasser ist zunächst kalt, aber es macht wach und im Line Up angekommen sehe ich die Sonne über Bali aufgehen. Die üblichen Verdächtigen sind natürlich auch im Wasser – ein kurzer Smalltalk bis zum nächsten Set und dann feuern wir uns gegenseitig an und lachen über unsere Wipeouts.

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Irgendwann knurrt der Magen und es ist Zeit für das Frühstück. Es gibt Reis! Nasi Campur um genauer zu sein. The one and only breakfast! Ich fahre zu meinem Stamm-Warung, der gerade öffnet und alles frisch zubereitet hat. Hier treffe ich meine Freunde. Wir erzählen uns von unseren epischen Surfsessions diesen Morgen und übertreiben dabei maßlos. Oder wir regen uns über die schlechten Wellen oder die Idioten auf, die uns ständig reingedroppt sind oder im Weg rumlagen.

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Surfen und Essen machen müde. Deswegen fahre ich nach Hause und lege mich nochmal für eine Stunde hin. Ausgeruht stehe ich wieder auf und setze mich im Garten meines Homestays inspiriert an mein Laptop und arbeite ein wenig. Wobei ich das ganze nicht als Arbeit bezeichnen würde, denn ich tue etwas, was ich liebe und was mir Spass macht.

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Nach einer produktiven Worksession ist es auch schon wieder Zeit sich in die Wellen zu stürzen. Nachmittags ist es meist windiger, trotzdem macht es Spass. Wenn die Tide passt surfe ich im Sunset, ansonsten genieße ich diesen mit einem kühlen Getränk in der Hand vom Strand aus. Und egal wie oft ich diese Sonnenuntergänge sehe, ich werde diesen Anblick nie satt haben.

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Es geht wieder zum Warung. Nasi Campur again. Und nach und nach trudeln alle anderen ein. Wir sitzen zusammen, reden dummes Zeugs, lachen und haben Spass. Die Jungs spielen Gitarre und singen Songs aus ihrer Heimat. Es ist immer wieder schön. Manchmal gehen wir noch aus, oft bleiben wir einfach nur dort, bis uns irgendwann die Müdigkeit übermannt und das Bett laut ruft. Glücklich schlafe ich ein, denn morgen wartet ein neuer Tag auf mich.

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Traumhaft, oder? Ich bin davon allerdings momentan meilenweit entfernt. Ich schlafe viel zu lange, gehe viel zu selten surfen, bin zu wenig produktiv. Ich sehe zu wenige Sonnenuntergänge, bin nicht oft genug am Strand, ich esse, feiere und lache zu wenig.

Aber das Schöne ist, ich habe es in der Hand. Ich kann mein Leben so gestalten, wie ich es will. Auch wenn nicht jeder Tag so läuft, wie oben beschrieben, versuche ich mich dem Schritt für Schritt anzunähern. Natürlich gibt es Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe. Manchmal kann man keinen Sonnenuntergang sehen, weil Wolken davor hängen und manchmal kann man nicht surfen, weil es keine guten Wellen gibt und das Meer flach ist, wie ein See. Aber das Wichtige ist, dass wir das Beste draus machen. Und das versuche ich jetzt!

In diesem Sinne:

stay stoked and hang loose

13 Dinge, Die Deine Reise Bereichern

Abenteuer und kulturelle Einblicke kannst Du beinahe überall bekommen. Dabei ist wie Du reist und was Du tust soviel wichtiger, als wohin es geht und was Du Dir anschauen willst. Wenn Du Dein Denken nach Deinem Handeln ausrichtest und nicht nach dem, was Du sehen willst, wird Deine Reise um die wichtigste, oft schwer greifbare Dimension erweitert: Tiefe.

1: Entspanne an einem verlassenen Strand

Auf’s Meer schauen und einfach die Seele baumeln lassen, fernab der Touristen überfüllten Strände. Und diese verlassenen Strände gibt es überall, Du musst nur die Augen aufhalten.

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2: Verbringe die Nacht an einem ungewöhnlichen Ort

Wann hast Du zum letzten Mal eine Nacht unter freiem Himmel verbracht? Rate mal, worfür ich mich entscheide: ein Bett in einem 5-Sterne Hotel oder eine Matratze unter Millionen Sternen?

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3: Nimm ein „ungewöhnliches“ Transportmittel

Fliegen ist praktisch, Taxis sind bequem und mit dem Speedboat sparst Du eine Menge Zeit. Aber probier doch mal einen Zug in der dritten Klasse aus, ein Segelboot oder einen abgewrackten Bus. Komfortabel ist anders, aber Du wirst tolle Menschen treffen und tolle Geschichten zu erzählen haben.

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4: Iss Streetfood

Wenn Du willst kannst Du Dich auf Reisen genauso ernähren, wie zu Hause. Das „goldene M“ beispielsweise gibt es in jedem entlegensten Winkel der Welt. Aber warum solltest Du das wollen? Geh auf die Straßen und in die Foodcourts. Probiere Dinge, die Du noch nie gegessen hast!

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5: Freunde Dich mit anderen Travelern an

zieht zusammen um die Häuser, habt Spaß, teilt Momente und Erfahrungen und lernt voneinander.

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6: Steck Deinen Kopf unter Wasser

… und Dir eröffnet sich eine völlig neue Welt.

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7: Ab in den Untergrund

Nicht nur unter Wasser wartet eine andere Welt auf Dich, auch im Untergrund kannst Du spannende Dinge entdecken.

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8: Triff einen Local

Es gibt kaum einen bessern Guide als einen Local. Er zeigt Dir nicht nur die Stadt oder den Ort, sondern auch das Leben dort und Ecken, in die sich Touristen selten verirren.

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9: Beweg Dich ohne Reiseführer oder Karte

Apropos verirren. Mach’s doch mal mit Absicht. Geh los, ohne Karte, ohne Smartphone-Apps und schau, wohin Du getrieben wirst. Lauf einfach los und lass Dich von Deiner Intuition leiten.

10: Durchstreife die Nebenstraßen einer Stadt

Ob mit oder ohne Karte, wenn Du Dich fernab der Hauptstraßen und Touristenströme bewegst, entdeckst Du umso mehr vom tatsächlichen Wesen der Stadt.

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11: Handle auf dem lokalen Markt

Für eine Deutsche, wie mich, ist das Handeln immer ein wenig merkwürdig. Auf Reisen mach ich ein Spiel draus. Sei nicht unverschämt, aber lass Dich auch nicht abzocken. Bezahle nie den zuerst genannten Preis.

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12: Probier das lokale „Feuerwasser“

Beinahe jedes Land hat eine spezielle, lokale „Spezialität“ – einfach Augen zu und runter damit! Prost!

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13: Klettere auf einen Berg

und genieße die Aussicht.

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Over to you: Die Liste ist nicht vollständig, deswegen her mit Deinen Dingen, die für Dich eine Reise bereichern!

Finde Deine eigene Art zu Reisen

Manchmal schieße ich über das Ziel hinaus. Das ist mir in einem Gespräch mit meinem Arbeitskollegen aufgefallen. Es ging um das nächste Urlaubsziel und wie er plant den Urlaub zu verbringen. Dazu muss ich sagen: mein Kollege ist ein absoluter Spießer. Schlag das Lexikon auf und unter Spießer findest Du ein Foto von ihm.

Das Gespräch verlief ungefähr so:

-Und? Wohin geht es?
-Wahrscheinlich nach Amerika. Nochmal nach Kalifornien und Las Vegas?
-Warum? Da wart ihr doch schon mal?
-Ja, ich kenn mich da schon aus, außerdem weiß ich, dass es dort zivilisiert ist - fast wie hier in Deutschland.
-Und was macht ihr dann den ganzen Tag, wenn ihr dort seid?
-Wir gucken uns ein paar Sehenswürdigkeiten an.
-Und den Kaffee kauft ihr bei Starbucks und Burger gibt es von McDonalds?
-Ja. Das weiß man, was man hat.
-Oh, Mann. Warum verreist ihr dann?
-*fragender Blick*

Warum verreisen?

Und an diesem Punkt fehlt es mir manchmal an nötigem Verständnis. Warum fahren Leute in den Urlaub und dort genau das zu bekommen, was sie zu Hause auch haben? Was bringt die Menschen dazu sich All-inclusive in eine Hotelanlage einzubuchen und die für den gesamten Urlaub kaum oder gar nicht zu verlassen?

Darum verreise ich!

Meine Art zu reisen ist nicht für jeden perfekt, sie ist für mich genau richtig! Und weil ich so begeistert davon bin, komme ich manchmal in die Versuchung andere zu missionieren zu wollen. Aber viel wichtiger ist : Finde Deinen eigenen Weg zu reisen!

Land und die Leute kennenlernen

Sehenswürdigkeiten kann ich mir zur Not auch im Internet anschauen. Ich will spüren, wie es ist dort zu leben. Deswegen zieht es mich nicht zu den Touristen-Hotspots oder in irgendwelche Museen, sondern in die Straßen, Wohnviertel und Parks. Dort setzte mich auf eine Bank und beobachte die Menschen bei ihrem täglichen Leben – ganz realistisch.

Neue Erfahrungen sammeln

Ich will nicht das, was ich zu Hause auch haben kann. Es zieht mich in kleine Cafes, zur Streetkitchen, auf den lokalen Markt statt in global agierende Ketten. Bevor ich vegan lebte habe ich wirklich alles probiert, was mir unter die Finger kam – jetzt halt alles, was in meine Ernährungsweise passt.

Geplant unverplant sein

In meinem Alltag und in Job plane ich unentwegt. Deshalb verzichte ich im Urlaub bewusst darauf Pläne zu machen und gönne mir den Luxus morgens aufzustehen und das zumachen, wozu ich gerade Lust habe. Es gibt für mich fast nichts Schlimmeres, als minutiös durchgetaktet sämtliche Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Ich lasse mich treiben. Wenn mir ein Ort gefällt, bleibe ich da und lasse ihn auf mich wirken. Wenn ich irgendwo entlang gehe und irgendetwas in mir sagt: jetzt rechts, dann biege ich ab und entdecke meist die aller tollsten Dinge. Wenn mir jemand sympathisch ist unterhalte ich mich mit ihm, wenn es gut riecht bleibe ich stehen und gucke was es ist.

Freunde treffen

Freunde hast Du überall auf der Welt, Du musst sie nur erst kennenlernen!

Wie Du reist alleine??? Für viele ist es absolut unverständlich und nicht nachzuvollziehen, allein auf Reisen zu gehen. Fakt ist jedoch, dass Du in keiner anderen Situation so schnell und unkompliziert andere Menschen kennenlernst und manchmal auch Freunde für’s Leben triffst. Es sind die Menschen, die mir auf meinem Weg begegnen, die das Reisen für mich so besonders machen.

Mich selbst kennenlernen, entdecken und wachsen

Es ist wahr! You have to get lost to find yourself! Nirgendwo sonst lernst Du soviel über das Leben und über Dich selbst, als allein auf Reisen. Du kommst an einen fremden Ort, mit fremden Kulturen und fremden Menschen… Du bist allein und musst erst mal klarkommen. Alles ist aufregend, alles ist neu. 1000 Eindrücke prasseln auf Dich ein, alle auf einmal. Zunächst lernst Du mit so einer Situation umzugehen und irgendwann merkst Du, dass Du es schaffst. Du gewinnst an Selbstvertrauen, Du öffnest Dich und Deinen Geist, Du erweiterst Deinen Horizont, mit jedem Eindruck, mit jedem Gespräch. Und Du merkst, je offener Du in diesen Situationen bist, desto herzlicher wirst Du empfangen. Irgendwann willst Du mehr! Der Entdecker kommt raus! Du willst mehr Menschen, mehr Eindrücke, mehr lernen, mehr Leben.

Over to you: Wie reist Du? Warum verreist Du? Worauf kommt es Dir beim Reisen an?

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Surfe NIE in grünen Boardshorts

In Indonesien erzählt man sich die Legende der Göttin Ratu Nyi Loro Kidul, der Königin der südlichen See. Der indische Ozean ist nicht zu unterschätzen, starke Wellen und Strömungen führen dazu, dass viele Menschen ertrinken – besonders an den wilden südlichen Küsten Javas. Die Menschen sehen darin seit vielen Generationen die Vorliebe der Königin/Göttin für hübsche junge, Männer. In jedem Jahr soll sie zahlreiche Männer vom Strand zu sich holen, um sie zu ihren Liebhabern zu machen – und es heißt: sie alle trugen immer grüne Shorts.

Deswegen: surfe niemals mit grünen Boardshorts im indischen Ozean!

Good to know:

  • Bob Laverty, der Entdecker von G-Land, surfte in Uluwatu, ein paar Tage nach seiner großartigen Entdeckung – und verstarb. Als sein Körper kurz darauf tot an Land gefunden wurde hatte sich eine Seeschlange um ihn gewickelt und er trug grüne Boardshorts.
  • Im Samudra Beach Hotel, Pelabuhan Ratu, West Java, gibt es den Raum 308, vollständig eingerichtet in grünen Farben – gewidmet Nyi Loro Kidul. Keiner darf dieses Zimmer beziehen. Es gehört ihr.

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Eine Liebeserklärung an das Reisen

The World is a book, and those who do not travel read only a page.
Saint Augustine

Reisen kann die schönste und gleichzeitig die schrecklichste Sache der Welt sein. Reisen ist unerwartet, unbequem und oft passiert das Gegenteil von dem, was Du erwartet hast. Reisen ist unvollkommen auf jeder Ebene. Aber genau das ist der Punkt: Wenn Du „perfekt“ willst, bleib zu Hause!

Den Horizont erweitern, Erwartungen anpassen

Wenn Du nach Neuem strebst, entdecken willst, wie die Welt funktioniert und wer Du wirklich bist, dann ist reisen der richtige Weg. Manchmal ist es zauberhaft und wunderschön, aber die meiste Zeit musst Du die Dinge nehmen, wie sie kommen, Pläne überwerfen und spontan neue schmieden. Du erweiterst Deinen Horizont während Du ständig Deine Erwartungen anpassen musst.

Reisen kann besser sein, als Du es Dir je erträumt hast,

  • weil Du Seiten von Dir entdeckst, von der Du nie erahnen konntest, dass es sie gibt
  • weil Du die Welt aus einer völlig anderen Perspektive wahrnimmst
  • weil Du andere Leute und Kulturen kennenlernst und
  • neue Erfahrungen machst

Reisen bedeutet Abenteuer

Das Bild, was die meisten Leute vom Reisen haben ist falsch. Zu reisen wird keine Probleme lösen und aus Dir auch keinen völlig neuen Mensch machen. Reisen ist ein Abenteuer – ein Weg – und genau so solltest Du es wahrnehmen. Beim Reisen geht es darum, eigene Grenzen zu überschreiten und über Dich hinauszuwachsen. Es bedeutet erleben, was du zu leisten im Stande bist, lernen, was Du nicht weißt und herausfinden, was du eigentlich nie wissen wolltest.

… und darum liebe ich das Reisen

weil ich eben nicht „perfekt“ will! Ich will Abenteuer, Unerwartetes, Unvollkommenes, Freiheit…

Over to you: Was macht für Dich das Reisen aus? Was treibt Dich immer wieder in die Welt hinaus?

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