Der ultimative Hostel-Survivalguide Teil 3

Nachdem Du hier Dein perfektes Hostel gefunden hast und hier bereits gelesen hast, worauf es im Dorm ankommt und hier, was im Aufenthaltsraum abgeht, geht’s nun weiter….

Früher oder später kommst Du nicht drum herum und ein Besuch in Bad oder Dusche steht an. Auch hier können die Unterschiede von Hostel zu Hostel enorm sein. Grundsätzlich sei gesagt, die meisten WCs und Duschen sind völlig in Ordnung. Sie erfüllen ihren Zweck, allerdings teilst Du Dir beides eben mit anderen. Daher kann es sein, dass diese nicht so sauber und gut ausgestattet sind, wie Du es von zu Hause gewohnt bist. Aber das stellt für Dich kein Problem dar, denn mit folgenden Tipps bist Du gewappnet:

Mein ultimativer Hostel-Survivalguide Teil 3: Bad und Dusche

Tipp 10: Direkt inspizieren!

Nachdem Du Deine temporäre Bleibe bezogen hast, solltest Du Bad und Dusche direkt inspizieren. Ich spreche hier nicht von Sauberkeit, etc. Sondern davon, dass Du einfach erstmal die Lage checkst. Dann weißt Du im „Ernstfall“ nämlich direkt, was Dich erwartet. Schau Dich also in Ruhe um. Gibt es genügend Platz Dich umzuziehen und Deine Sachen trocken zu lagern, während Du duschst? Gibt es Toilettenpapier und Seife oder musst Du das mitnehmen?

Tipp 11: Dusche außerhalb der Stoßzeiten!

Dusche dann, wenn andere nicht duschen. Das ist meist früh morgens oder spät abends. Es gibt dann keine Schlangen vor den Kabinen, keine Wartezeiten und Du brauchst nicht das Gefühl haben, sich sehr beeilen zu müssen, weil draußen noch andere warten.

Tipp 12: Die Dusche im Hostel ist kein Spa

Trotzdem solltest Du Dir nicht ewig Zeit lassen – Deine Hygienestandards in allen Ehren. Die Hosteldusche ist kein Ort für exzessive Reinigungsrituale. Fünf bis zehn Minuten maximal sind ein guter Richtwert. Besonders gilt das für Duschen mit einem begrenzten Kontingent an Warmwasser. Du möchtest bestimmt nicht die Person sein, die den Warmwasser aufbraucht.

Tipp 13: Wertsachen mitnehmen!

Auf jeden Fall solltest Du Deine Wertsachen mitnehmen, sofern es keine Schließfächer gibt. Dafür bietet sich eine kleine wasserfeste Tasche an, in die Du die wichtigsten Sachen verstauen kannst. Das hat überhaupt nichts mit Paranoia zu tun. Wenn Du einmal Pass, Geld, Kreditkarten, etc. wieder beschaffen musstest, hast Du bestimmt keinen Bedarf es ein zweites Mal zu tun.

Tipp 14: Flip Flops an!

Wenn die Dusche dann mal doch nicht soooo sauber ist, können Flip Flops gute Dienste leisten. Kleiner Tipp am Rande, sie eignen sich auch hervorragend als Wurfgeschosse für schnarchende Zimmergenossen.

Tipp 15: Halte Dich an die Klo-Regeln!

Wenn Du irgendwo ein Schild siehst, auf dem Du darum gebeten wirst, das Klopapier nicht in die Toilette zu werfen, dann halte Dich auf jeden Fall daran. Dieses Schild hängt nicht ohne Grund da. Nicht nur Deine Mitbewohner, besonders der Staff wird es Dir danken. Auch anderen Schildern solltest Du folge leisten. Ach ja, und anstellen ist natürlich Pflicht, egal wie dringend es ist!

Eigentlich ist alles, wie immer ganz einfach. Respektiere Deine Mitbewohner und verhalte Dich so, wie Du es Dir von anderen wünschen würdest. In Teil 4 schließlich werfen wir mal einen Blick in die Küche.

 

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Der ultimative Hostel-Survivalguide Teil 2

Nachdem Du hier Dein perfektes Hostel gefunden hast und hier bereits gelesen hast, worauf es im Dorm ankommt, geht es nun in den Aufenthaltsraum bzw. in die Lounge.

Mein ultimativer Hostel-Survivalguide Teil 2 : Im Aufenthaltsraum

Jedes, wirklich jedes Hostel hat einen Ort, wo die Gäste gemeinsam „abhängen“ können – eine gemütliche Lounge, eine schöne Dachterasse, vielleicht sogar eine eigene Bar. Egal was es ist, es bietet auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit mit Leuten ins Gespräch zu kommen.

Tipp 5: Sei nicht schüchtern und sprich Leute an!

Im digitalen Zeitalter kommt es immer öfter vor, dass Deine temporären Mitbewohner beim Frühstück oder in der Lounge nur noch auf ihr Smartphone starren, anstatt sich über ihre Reiseerlebnisse und nächsten Ziele auszutauschen. Total schade eigentlich. Meine Erfahrung zeigt mir jedoch, dass viele sich einfach nur hinter ihrem Smartphone/Tablet/Laptop verstecken, um nicht selbst ein Gespräch anzufangen zu müssen. Trau Dich! Geh auf die Leute zu und frag sie, was sie heute vorhaben und ob sie den Ort bereits kennen, den Du heute aufsuchen möchtest. Oder ob sie irgendwas empfehlen können. Du wirst echt erstaunt sein, denn die meisten sind echt froh darüber, Dir ihre Geschichten und Erlebnisse erzählen zu können. Nimm es bloß nicht persönlich, sollte Dich doch mal jemand abweisen. Vielleicht ist er wirklich beschäftigt, spricht nicht so gut englisch oder will einfach nicht mit Dir reden. Macht nix! Morgen hast Du andere Mitbewohner.

Tipp 6: Nehme an Aktivitäten teil!

Viele Hostels veranstalten zumeist kostenlose Aktivitäten, wie Ausflüge oder gemeinsame Abendessen. Lass Dir das nicht entgehen und nimm unbedingt daran teil. Du lernst nicht nur andere Gäste besser kennen, sondern Du erfährst zudem aus erster Hand etwas über Land und Leute. Manchmal entstehen auch nur unter Einwirkung der Gäste spontane Partys oder ein Beer-Pong-Turnier, um nur zwei Beispiele zu nennen. Egal was: Mach mit und hab Spaß dabei!

Tipp 7: Leave your footprints!

Ich war bisher in keinem Hostel, in dem es kein Gästebuch gab. Stöbere ein wenig darin, trag Dich auf jeden Fall ein und hinterlasse Deine Spuren.

Tipp 8: Wirf ein Blick ins Bücherregal!

In dem meisten Hostels gibt es Bücherregale, wo Gäste ihre ausgelesenen Exemplare lassen können und sich andere Bücher mitnehmen können. Stöbere einfach mal ein bißchen. Weiche von Deinen sonstigen Lesegewohnheiten ab und nimm ein Buch mit, was Du Dir sonst nie gekauft hättest. Vielleicht entdeckst Du ja auch einen Titel, den Du seit Ewigkeiten schon lesen wolltest, aber bisher nie dazu gekommen bist. Wenn es geht, lasse selbst ein Buch zurück und schreibe etwas Nettes rein – zaubere dem nächsten Besitzer ein Lächeln ins Gesicht.

Tipp 9: Ask the staff!

Hast Du noch keine Ahnung, was Du mit Deinem Tag anfangen sollst? Frag einfach das Personal. Hier bekommst Du neben den Standard-Touri-Tipps und Must-Sees auch ein paar Insidertipps. Frag einfach mal, nach Ecken, die überhaupt nicht schön sind oder nach Orten, die er/sie besonders schön findet oder wo er/sie selbst noch nicht gesehen hat. Vergiss nicht dann später von Deinen Erlebnissen zu berichten.

In Teil 3 kümmern wir uns um die Hygiene… weiter geht es im Bad bzw in die Dusche.

Over to you: Welche Aktionen hast Du schon in Hostels mitgemacht? Wie kommst Du mit den Leuten ins Gespräch?

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Der ultimative Hostel-Survivalguide Teil 1

Nachdem Du hier Dein perfektes Hostel gefunden hast, kommt nun

Mein ultimativer Hostel-Survivalguide

Teil 1 : Im Dorm

„Ein Hostel ist wie ein Hotel, nur dass Du Dir das Zimmer mit anderen Leuten teilst“

Ich weiß gar nicht mehr, wo ich diesen Satz gelesen habe, aber ich stimme nicht ganz zu. In einem Hostel gelten besondere Regeln und wenn Du die folgenden Tipps beachtest, kannst Du eine tolle Zeit mit tollen Leuten verbringen. Wir starten im Dorm!

Tipp 1: Sorge selbst für Deinen guten Schlaf!

Ich habe zum Glück einen sehr tiefen Schlaf und das ist auch gut so. In einem Mehrbettzimmer herrscht eine hohe Fluktuation – ständig kommen und gehen Leute, vielleicht schnarcht der ein oder andere lautstark. Du kannst auch Pech haben und mit einer lautstarken Partytruppe im Dorm landen. Solltest Du einen leichten Schlaf haben sorge mit Ohropax und Schlafbrille vor.

Tipp 2: Versuche nie besonders leise zu sein!

Gerade wenn ich versuche leise zu sein, bin ich immer am lautesten. Kein Scherz – ich stoße mir den Fuß, mir fallen ständig Sachen runter oder es passieren sonstige Missgeschicke. Wenn es Dir auch so geht, probier einfach mal das: Versuche nicht besonders leise zu sein, sondern bewege Dich ganz normal als wäre niemand sonst im Zimmer. Selbst wenn schon jemand schläft, er weiß genau so wie Du, dass er sich das Zimmer nun mal mit X Leuten teilt, zu empfindlich sollte man da nicht sein. Und wenn Du doch mal etwas lauter bist: bleib cool, lächle, entschuldige Dich kurz und die Sache ist abgehakt. Anderen passiert das schließlich genau so wie Dir.

Tipp 3: Habe immer eine Stirnlampe dabei!

Bei Douglas Adams ist es das Handtuch. Im Hostel ist eine Stirnlampe so ungefähr das Nützlichste, was der reisende Hostelgast besitzen kann. Wenn Du im Dunkeln in Dein Dorm kommst, kannst Du so ohne Deckenbeleuchtung sicheren Fußes zu Deinem Bett navigieren und Du kannst noch im Bett lesen. Überhaupt ist es immer gut eine Stirnlampe dabei zuhaben. Nimm außerdem ein Schloss mit! Das gehört ebenso zur Grundausstattung. Viele Hostels haben zwar abschließbare Schränke oder Fächer, aber genau so viele haben Spinde, die sich nur mit eigenem Schloss sichern lassen.

Tipp 4: Unten liegen ist im Hostel immer besser!

Unabhängig davon, wo Du sonst lieber liegst… im Hostel gilt: Wenn es irgendwie möglich ist, schnapp Dir das untere Bett im Stockbett. Warum? Ganz einfach, dann musst Du nicht oben schlafen! Es ist erstmal gar nicht so einfach überhaupt dort hoch zu kommen, besonders im Dunkeln (deswegen: Tipp 3) und nach ein paar Bierchen erst recht nicht. Manchmal gibt es nicht mal eine Leiter. Oben angekommen gibt es oft keine Ablagemöglichkeit für Deine Sachen, wie eine Wasserflasche, Dein Smartphone, etc. Wenn mitten in der Nacht jemand in das Zimmer kommt und Licht anmacht, bekommst Du es direkt ab. Im unteren Bett hingegen kannst Du Deine Sachen neben Dir auf dem Boden platzieren und Dir außerdem einen Lichtschutz mit einem Handtuch bauen. Hey, Douglas Adams hatte doch recht.

In Teil 2 begeben wir uns in den Aufenthaltsraum. Auch für die Verweildauer dort habe ich einige Tipps für Dich parat.

Over to you: Schläfst Du lieber oben oder unten? Was tust Du gegen Störenfriede im Dorm? Was sind Deine unverzichtbaren Gadgets?

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How to: Finde das richtige Hostel

Wenn Du alleine reist ist es quasi ein Muss! Aber auch mit mehreren kann ein Hostel eine günstige Alternative zum sterilen oder immer gleichaussehenden Hotelzimmer sein. Hostels sind großartig! Sie sind günstig und nirgendwo sonst kannst Du so schnell und unkompliziert mit anderen Reisenden in Kontakt zu kommen. Aber: Es gibt solche und solche. Einige können mit jedem Designhotel mithalten, andere bieten Dir eine liebevolle, familiäre Atmosphäre, wieder andere sind die reinsten Absteigen. Deswegen will die Auswahl gut durchdacht sein. Gerade wenn Du noch nie in einem Hostel übernachtet hast, kann die große Auswahl schier überwältigend wirken. Deswegen zeige ich Dir,

Wie ich das richtige Hostel für mich finde:

Meine erste Anlaufstelle ist die Seite: www.hostelworld.com. Hier sind tausende von Hostels aus aller Welt gelistet. Da ist garantiert das passende dabei! Du gibst zunächst einfach die Stadt ein, in die Du reisen möchtest und wann Du Dein Bett brauchst. Schon bekommst Du eine meist riesige Liste von sämtlichen Hostels, Bed and Breakfasts und Pensionen.

How to: Finde das richtige Hostel

Folgende Aspekt fallen bei der Auswahl ins Gewicht:

  • Preis
  • Bewertungen
  • Eindruck/Ambiente/Ausstattung
  • Lage

Wie Du diese Punkte priorisierst liegt ganz bei Dir. Bei mir spielt zum Einen der Preis eine wichtige Rolle, zum Anderen aber auch das Ambiente. Daher entscheide ich mich meist für ein Hostel im mittleren Preissegment.

Klick für Klick zum Reisedomizil:

  1. Zunächst sortiere nach dem Preis. So erhalte ich einen Überblick über die ortsübliche Preisspanne.
  2. Als nächstes sortiere ich nach den Bewertungen. Eine hoher Wert ist ein guter Indikator für die Qualität des Hostels. Die Gäste bewerten hier nach den Punkten Leistung für’s Geld, Sicherheit, Location, Team, Atmosphäre, Einrichtung und Sauberkeit.
  3. Dann klicke einfach wild drauf los – ich öffne die preiswerten und hochgerankten Hostels in Tabs. Ich schaue mir die Bilder an und entscheide innerhalb von Sekunden nach dem Bauchgefühl. Meistens bleibt dann eine Auswahl an 4 -5 Hostels, die mir sowohl preislich, als auch optisch zusagen.
  4. Danach geht es ins Detail. Ich vergleiche Ausstattung und Service. Was bietet das Hostel? Frühstück (sehr wichtig)? Aircon oder Ventilator? Fahrradverleih (nur für den Fall)? Parkplatz? Wäscheservice? usw. Ich schaue mir die Lage genauer an – wo liegt das Hostel und wie ist es zu erreichen?
  5. Nun besuche ich, wenn vorhanden, die Homepage des Hostels. Hier erfahre ich von angebotenen Aktivitäten. In Singapur gibt es beispielsweise ein Hostel, die bieten 3 Mal wöchentlich Citytouren mit dem Kickboard an. In Lissabon stand ein Faro-Abend auf dem Programm.
  6. Schließlich lese ich mir noch einige der Reviews durch. Die aber wieder bei hostelworld. Im Direktvergleich kristallisiert sich dann der Favorit heraus.

Und voilà: Ich habe mein Hostel gefunden!

Über Hostelworld kann ich dann auch direkt mein Bett reservieren. Dafür wird eine Anzahlung von 16 % fällig – den Rest bezahle ich dann vor Ort. Für einen Euro Aufpreis bleibe ich flexibel und kann die Anzahlung im Falle einer Stornierung für eine andere Buchung verwenden.

Over to you: Wie gehst Du bei Deiner Hostelsuche vor? Hast Du schonmal eine böse Überraschung erlebt? In welchem Hostel hast Du Dich bisher am wohlsten gefühlt?

stay stoked and hang loose